Brot

Es knackt und knistert leise, wenn ich mein Brot zum Auskühlen aus dem Backofen nehme. Mit ein paar Spritzern Wasser gebe ich dem Brot den schönen Glanz. Ich kann es kaum erwarten, bis das Brot abgekühlt ist und das erste Stück versucht werden kann: krosse Kruste, fluffige Krume und unübertreffliches Aroma. Die Corona-Zeit hat mich zum Backen animiert und meine früheren Erfahrungen erfreulich erweitert.


Als ich mich im Internet auf die Suche machte, um meine Backkentnisse etwas zu erweitern, staunte ich nicht schlecht, was es da zu entdecken gibt. Rasch wagte ich mich an die verschiedensten Brotrezepte. Mischbrot, Baguettes, Toastbrot und St.Galler-Bürli schmeckten allen ausgezeichnet, und das Experimentieren macht Spass. Mit den gewonnenen Erfahrungen habe ich schliesslich mein "Hausbrot" entwickelt.

 

Teig herstellen

(in Anlehnung an Lutz Geissler, Das Plötz-Prinzip)

  1. Zutaten mischen und kneten*
  2. 16 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen, in den ersten 3 Stunden 3 mal dehnen und falten.
  3. Teig formen (rund oder lang formen)
  4. 45 Min. zugedeckt reifen lassen.
  5. Backen (im Topf, auf dem Backstein oder auf dem Blech)

*) Ich mische in der Kenwood Küchenmaschine ca. 3 Minuten auf Stufe "Min" und knete anschliessend auf Stufe 1.5 weitere rund 5 Minuten, bis der Teig schön elastisch ist. Das kann natürlich auch von Hand gemacht werden, dauert dann aber mindestens 15 Minuten.

 

Rezept für mein Hausbrot (ergibt etwas mehr als 1 kg)

Zutaten:

455 g Weizenmehl, weiss oder halbweiss

245 g Vollkorn Weizenmehl

  16 g Salz

 0.5 g Hefe (entspricht etwa einer Kugel in Erbsengrösse)

440 g Wasser

  20 g Leinsamen*

    4 g Sauerteigpulver (z.B. Coop)*

 

*) durch die lange Reifezeit erhält das Brot ein sehr gutes Aroma. Mit diesen Zutaten kann das Aroma noch intensiviert werden. Sie können aber auch weggelassen werden.

 

Zubereitung:

Teig herstellen, wie oben beschrieben.

Den leeren Topf in den Ofen stellen und auf 250° vorheizen.

Brot rund formen.

Mit einem scharfen Messer einschneiden.

In den Topf geben. Hitze auf 230° reduzieren und 40 Min. backen.

Deckel abnehmen und ca. 10 Min. weiter backen.

Das Brot ist fertig, wenn es eine Kerntemperatur von 100° hat oder beim Klopfen auf die Unterseite ein hohles Geräusch entsteht. Wenn der Klopftest negativ ist: nochmals ohne Topf kurz weiter backen.


Interessante Links

Mit den Tips dieser Profis bist du bestens gerüstet für gutes Gelingen. Alle drei haben interessante Bücher verfasst, geben Kurse und sind sehr gut in Youtube vertreten.

 

Plötzblog - Selbst gutes Brot backen

Der Hamburger Lutz Geissler hat sich vom Geologen zum Profi-Bäcker entwickelt. In seinen Büchern und im Blog finden sich zahllose Rezepte für Brot der unterschiedlichsten Art und leicht verständliches Grundwissen zum Thema.

Mein Lieblingsrezept von Lutz Geissler: Ciabatta mit 20 % Dinkelvorllkornmehl

 

Einfach backen - Marcel Paa

Von Picke auf gelernter Bäckermeister steckt Marcel Paa mit seiner Freude und Swissness jeden an. Gute Rezepte, Videos, Bücher und online Shop.

Mein Lieblingsbrot von Marcel Paa: St.Galler Bürli

 

Streusel - Backblog mit den Rezepten einer Bäckerin / Konditorin

Der Blog von Judith Erdin ist sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet. Die Tipps und vielen Videos, welche die gelernte Bäckerin/Konditorin zeigt, sind professionell und fundiert. Das Toastbrot, das ich nach ihrem Rezept gebacken habe, schmeckt ausgezeichnet.

Mein Lieblingsbrot von Judith Erdin: Vollkornmischtoast


Nun bin ich gespannt auf euere Erfahrungen und Feedbacks!

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Kommentare: 2
  • #1

    André (Donnerstag, 18 Februar 2021 17:52)

    Das ist absolut cool, das probiere ich dieses Wochenende gleich aus

  • #2

    Hans W. (Donnerstag, 18 Februar 2021 19:35)

    Danke André, für dein Interesse. Ich habe heute Morgen eine lievito madre angestellt. Ich hoffe, ich kann im nächsten Blog über meine Sauerteig Erfahrungen berichten. Dir Wünsche ich gutes Gelingen!